Akutbetreuung

 Die Welt in Pastell1 Akutbetreuung erfolgt möglichst rasch nach einem belastenden Ereignis, das potentiell traumatisierende Wirkung hat (Tod eines Nahestehenden, Unfall, Gewaltverbrechen, …). Dazu komme ich meist zu Ihnen nach Hause, da die gewohnte Umgebung für Sie einen sicheren und geschützten Rahmen bietet. Auch können so flexibel und spontan Familienangehörige und Freunde von Ihnen bei den Terminen dabei sein oder auch nur eine zeitlang mit dabei sein.

Nach einem einschneidenden Erlebnis, kann es zu einigen spezifischen Reaktionen kommen, welche einen zusätzlich verunsichern oder beängstigen. Alte Konflikte können im Rahmen eines traumatisierenden Ereignisses aufflammen.

Es geht bei der Akutbetreuung darum Ihnen bei der Verarbeitung des Erlebten zu helfen, sie wieder fit und handlungsfähig zu machen und Ressourcen gemeinsam zu explorieren. Im Regelfall geschieht dies innerhalb von durchschnittlich 5-6 Stunden an 1-3 Terminen. Sollte sich dabei herauskristallisieren, dass eine längerfristige Weiterbetreuung nötig ist, werden Ihnen entsprechende Kontakte weitergegeben.

Die Akutbetreuung ist möglich für unmittelbar Betroffene, Hinterbliebene und Angehörige von Menschen, welche ein belastendes Ereignis erfahren haben und wird für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Sie hat das Ziel präventiv gegenüber möglicher längerfristiger Folgeerkrankungen (posttraumatische Belastungsstörung, Angststörungen und Depression, …) zu wirken und hat diagnostische Aufgabe indem Krisenherde, Konfliktpunkte und Risikofaktoren beurteilt werden.

Weiterführende Literatur für Interessierte:

Hausmann, Clemens (2003). Handbuch Notfallpsychologie und Traumabewältigung. Grundlagen, Interventionen, Versorgungsstandards. 2. Auflage. Wien: Facultas.

Huber, Michaela (2004). Wege der Traumabehandlung. Trauma und Traumabehandlung. Teil 2. Paderborn: Junfermann.

Juen, Barbara, Brauchle, Gernot, Hötzendorfer, Christian, Beck, Thomas, Krampl, Manfred, Andreatta, Pia, Werth, Manuel, Kaiser, Peter, Friessnig, Michaela, Risch, Marc, Ploner, Markus, Schönherr, Christian (2004). Handbuch der Krisenintervention. Innsbruck: Studia- Univ.- Verlag.

Krüsmann, Marion, Müller-Cyran, Andreas (2005). Trauma und frühe Interventionen. Möglichkeiten und Grenzen von Krisenintervention und Notfallpsychologie. Stuttgart: Pfeiffer bei Klett-Cotta.

Sonneck, Gernot (2000). Krisenintervention und Suizidverhütung. Wien: Facultas.